Franz und Michaela Zwick Winzerhof Zwick Franz und Michaela Zwick
Aktuelles    Weine    Weinbau    Weinbaumuseum    Weinlexikon    Kontakt    Tipps    über uns
   
 

Weinverkostung - Degustation

 
Rotweinsorten
Weißweinsorten
Qualitätsstufen
Die richtige Weinlagerung
Serviertemperatur
Wein dekantieren
Wein und Speisen
Wein verkosten
Wein und Gesundheit
Weinfehler erkennen
Wein Rezepte

Unter Degustation versteht man das bewusste und konzentrierte Verkosten des Weines. Beurteilt werden das Aussehen, der Geruch und der Geschmack eines Weines. Für die Verkostung empfiehlt sich ein Weinglas, das die Feinheiten der Sinneswahrnehmungen unterstützt und betont. Dabei sollte das Glas nur bis zu etwa einem Drittel gefüllt sein, um es gut schwenken zu können und so dem Aroma die Möglichkeit zu bieten, sich optimal zu entfalten

Dies sind die Verkostungsschritte

Das Aussehen:

Weinkost im Keller

Hier wird die Klarheit, Farbtiefe und Farbton des Weines beurteilt. Licht und eine weiße Fläche sind Hilfsmittel beim Überprüfen der Farbe. Sie sind das deutlichste Zeichen, welches der Wein seinem Genießer vermitteln kann. Die Farbe wird das "Gesicht" des Weins genannt. Man muss dabei das Glas schräg halten, denn nur eine dünne Schichte Wein zeigt das wirkliche Ergebnis.

Farbton:

Der Farbton und die Farbintensität geben Anhaltspunke über Rebsorte, Alter und Bereitungsweise eines Weins. Bei Weißweinen sind sehr helle Gelbtöne typisch für leichte, dunkle und honigähnliche Farbtöne dagegen für schwere Weine. Je älter der Weißwein, desto bräunlicher die Farbe. Roséweine mit bräunlichen Tönen wurden oft in alten, großen Holzfässern ausgebaut und schmecken meist müde. Bei Rotweinen deuten leuchtende Kirschtöne auf junge Weine, bräunliche oder ziegelrote Farben auf reifere Weine hin. Violette Töne sind ein Kennzeichen junger Syrah-, Cabernet-Sauvignon-, Merlot-, Zweigelt- und Sangiovese-Weine.

Farbtöne für Weißwein: strohgelb, goldgelb, Grünlich-gelb, Altgold und bernstein- bis braunfarbig.

Farbtöne für Rotwein: blassrosa, hellrosa, hellrot, purpurrot, rubinrot, granatrot, dunkelrot, zart-kirschrosa und zwiebelfarbig für Roséweine.

Farbtiefe:

Eine gute Farbtiefe weist auf körperreiche und konzentrierte Weine bzw. auch auf die Rebsorte hin, so ist ein Pinot Noir heller als ein Cabernet Sauvignon. Die Intensität des Farbtones verrät auch den Entwicklungszustand eines Weines. "Junge Weiße " Weine mit hellerer Farbe werden im Alter intensiver. "Junge Rote" sind tief, satt, oft reflektieren sie violette Töne, werden sie älter so erhalten sie langsam eine hellere Farbe, die bis in den Braunton gehen kann.

Klarheit:

Ob ein Wein klar ist oder nicht stellt man mit Hilfe einer Lichtquelle fest. Enthält er keine Trübstoffe so sagt man, er schimmert brillant, diese Eigenschaft ist ein Zeichen seiner Qualität. Brillant deshalb, weil er Licht reflektiert wie ein Edelstein. Trübungen werden als ein Zeichen für Fehlerhaftigkeit gesehen.

Gute Eigenschaften: brillant, glanzhell, hochglänzend, klar, strahlend

Schlechte Eigenschaften: gebrochen, matt, schleirig, staubig, stumpf, trüb, wolkig, schleierig, matt, stumpf, gebrochen

Flüssigkeits-zustand:

Er zeigt wie viel Alkohol- und Extraktgehalt der edle Tropfen enthält. Schwenkt man das Glas so bleiben "Tränen" am Glas. Je mehr Alkohol und Extrakt, desto mehr rinnen die Tränen.

Schaum (Perlen):

Perlen sollen nicht zu heftig und zu groß sein, aber gleichmäßig an die Oberfläche gelangen. Je länger der Sekt perlt, desto qualitativ hochwertiger ist er.

Aussehen des Schaums ist abhängig von:

  • Dauer der Lagerung unter Druck
  • Zeit des Verbleibens im Hefedepot

Wurde der gute Tropfen zu kurz unter Druck gelagert so gibt er seine Kohlensäure wie ein Mineralwasser in der Form von großen, groben Bläschen ab.

Der Geruch:

Degustation

Flüchtige Geruchssubstanzen des Weins sind zahlreich und äußerst verschieden. Ein guter Wein sollte eine Freude für Gaumen und Nase sein.

Das Einatmen des Weines spiegelt den Duft wieder, das Ausatmen das Aroma. Aroma und Duft ergeben das Bukett des Weines.

Beurteilt werden hier die Reintönigkeit, Intensität, Entwicklungszustand und die Geruchsnuancen des Weines.

  1. Riechen Sie am Glas, ohne es zu schwenken. Es gibt extrem flüchtige Verbindungen im Wein, die bereits nach dem ersten Schwenken verloren gehen.
  2. Nun wird das Glas geschwenkt, um tiefere Aromen an die Oberfläche zu bringen und zu verstärken. Riechen Sie noch einmal. Sie werden andere Gerüche bemerken.
  3. Geben Sie dem Wein nun etwas Zeit, sich zu erholen. Riechen Sie noch einmal. Manche Weine bieten nun wieder dieselben Geruchseindrücke wie zu Anfang, bei anderen haben Sich die Geruchseindrücke durch die Luftzufuhr verändert.
Bewertung des Geruchs
  positiv negativ

Reintönigkeit:

reintonig
sauber

dumpf
fehlerhaft
Korkgeruch
käseln
muffig
unsauber
schimmelig

Intensität:

ausgeprägt
dezent
edelfirnig
intensiv
zart

altersfirnig
bukettarm
neutral
oxydativ
penetrant
scharf
verdeckt
verhalten
verschlossen

Weinaromen: blumig, fruchtig, grasig, nussig, stoffig, würzig, ...

 

Der Geschmack:

Verkostung

Hier wird der Körper, Süßegrad, Säure, Alkohol, Tannine, Geschmacksintensität, Geschmacksrichtung und Abgang des Weines beurteilt.

Um einen vollen und wahren Geschmack eines Weins genießen zu können, muss man auf die Einwirkung der Umgebungsparameter (z.B: Temperatur, Druck,...) Rücksicht nehmen. Auch die Geschmacksempfindung selbst spielt beim Verkosten und Erkennen wie auch beim Bewerten eines Weins eine große Rolle.

Geschmacksprüfung

Körper:

leicht, ausgewogen, schwer, körperreich, flach, in Frucht, fleischig, ölig, wuchtig (Alkohol steigt schnell zu Kopf), nussig, samtig, seidig (feine Struktur), dünn, roh, oxidiert, verbraucht, stichig

Süße:
herb, ausgewogen, unaufdringlich, süßlich, ölig, teigig
Säure:
nichts sagend (Säure fehlt), flach, pikant (Eindruck der Frische), würzig, fein, reichlich, unangenehm scharf
Balance:
unausgeglichen, ausgeglichen, vollkommen
Bitterkeit:
nicht vorhanden, leicht, Bitterstoffe, tintig, metallisch, krautig, brandig, hart, klein
Harmonie:

Gleichgewicht zwischen Säure und Komponenten wie Restzucker, Alkohol und Extraktstoffen.
ehrlich, elegant, finessenreich, fruchtig, harmonisch, markant, rustikal, ausdruckslos, derb, klein, unharmonisch, unsauber

Alter:
ausgebaut, edelfirnig, jung, reif, abgebaut, firnig, streng, tot, unfertig
Körper:
Der Wein besteht aus dem Gehalt an Stoffen, welche beim Verdampfen zurückbleiben, das sind unter anderen Glycerin (ein Baustein des menschlichen Fett), nichtflüchtige Säuren sowie Restzucker.
extraktreich, füllig, kompakt, schlank, breit, dünn, leer
Alkohol:
leicht, kräftig, schwer, mager, brandig
Abgang:
Ist der Abgang kurz so hat man bis ca. 4 Sekunden nach dem Genuss einen anhaltenden intensiven und gleichen Geschmack, ca. 8 Sekunden so ist es ein guter oder mittlerer Abgang, bei 12 oder mehr Sekunden spricht man von einem langen Abgang.

 

Weinverkostung

Ob einem der Wein schmeckt oder nicht, richtet sich aber vor allem nach dem persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben.

   
Franz u. Michaela • Zwick Preuwitz 15 • 3454  Reidling • info@winzerhof-zwick.at