Met (Honigwein)
Schon früh müssen die Menschen entdeckt haben, dass mit Honig gesüsste Getränke vergären und ein Getränk entsteht, das nicht nur bekömmlich schmeckt, sondern auch berauscht. Die ersten Überlieferungen und Rezepte stammen aus der Antike. Auch von den Germanen ist bekannt, dass Met als Begrüssungstrunk gereicht wurde und gewiss auch bei diversen Gelagen eine zentrale Rolle gespielt hat.
Met ist relativ einfach herzustellen: Am besten man beginnt erste Brauversuche mit einer Rezeptur für 10 Liter. Die Gärung sollte unbedingt in einem speziell für diesen Zweck gebauten Fass mit Gärverschluss erfolgen. Auch ist darauf zu achten, dass – wie bei jedem alkoholischen Gärvorgang – Gärgase entstehen können und dass alle diesbezüglichen Vorsichtsmassnahmen unbedingt einzuhalten sind. In Wohnräumen jedenfalls sollten niemals Brauvorgänge stattfinden!
Für 10 Liter Met benötigt man:
- 3 Kilogramm Honig
- 1 Liter frisch gepressten Apfelsaft (wahlweise kann auch Traubensaft oder ein anderer Fruchtsaft verwendet werden)
- Saft von 3 Zitronen
- 7 Liter Wasser
- 40 Gramm 80prozentige Milchsäure
- 4 Gramm Hefe-Nährsalz
- und eine Kultur Reinzuchthefe (wie für die Weinvergärung)
Zubereitung
Zunächst vermischt man in einer sauberen 2-Liter-Flasche nur den Fruchtsaft + Zitronensaft mit der Reinzuchthefe (Starter-Gemisch). Das Gefäss sollte so verschlossen sein, dass einerseit keine Insekten in die Flasche eindringen können oder Schwebstoffe aus der Luft den Saft verunreinigen, andererseit aber die Gärgase entweichen können (Explosionsgefahr bei fest verschlossenen Gefässen!). Dieses Gemisch lässt man etwa eine Woche lang bei Zimmertemperatur stehen.
Dann löst man den Honig in 7 Liter leicht erwärmtem Wasser auf, gibt Milchsäure und das Hefe-Nährsalz hinzu und vermischt dies mit dem Starter-Gemisch. Das Gärfass sollte in einem Raum aufgestellt sein, in dem gleichmässig Kellertemperatur herrscht (damit die Gärung nicht zu schnell erfolgt).
Nach rund 3 Monaten sollte der Met trinkfertig sein. Von oben her zieht man mit einem Schlauch den klaren Saft ab und füllt ihn in Flaschen. Die untere, trübe Saftschicht entsorgt man.
Sangria
Bowle auf Rotweinbasis. Das klassische Sangria-Rezept hat Zuckermelonen als Fruchtbasis, es können jedoch auch andere Früchte oder eine Fruchtmischung verwendet werden. Besonders gut eignen sich auch Pfirsiche, Marillen und Erdbeeren ("Erdbeerbowle"). Das nachfolgende Rezept ergibt Sangria für 4 Personen:
- 1 Liter Rotwein
- 0,5 Liter Orangensaft
- 2 Orangen
- 1 Zuckermelone
- falls gewünscht, Zucker
- Zuckermelonenstückchen bzw. andere Fruchtstückchen zur Dekoration
Zubereitung: Melone in kleine Stücke schneiden, die Orangen in Scheiben, in einem Krug mit Rotwein und Orangensaft aufgiessen, eventuell mit Zucker nach Belieben süssen, eine Stunde bei Zimmertemperatur ziehen lassen, in mit Eiswürfel gefüllte Gläser füllen, dekorieren und servieren |