Das Jahr der Winzerin und
des Winzers
In der vegetationsfreien Zeit ( Jänner
- März ) erfolgt der Rebschnitt,
der für die Qualität des Weines schon von entscheidender
Bedeutung ist.
Der Rebstock wird dabei zurückgeschnitten, es verbleiben
nur jene Teile,
die für den nächsten Ertrag und den Fortbestand des
Rebstockes wichtig sind.
Hier wird der Grundstein für die Qualität des Weines
gelegt.
Weniger Trauben bedeuten gleichzeitig eine höhere Reife
der
Trauben und somit wird die Weinqualität entscheidend verbessert. |
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Die Winterspritzung wäre
notwendig, damit
tierische Schädlinge (rote Spinne, Kräuselmilbe...)
den jungen Weinstock nicht beschädigen.
Es kann sogar zum Ruin des Stockes kommen.
Bei uns wird diese Winterspritzung aber nicht
durchgeführt, stattdessen haben wir in unseren
Weingärten Raubmilben aus Tschechien
eingebürgert.
Diese Nützlinge schützen den Weinstock vor tierischen
Schädlingen, solange die Rebanlage besteht. Die abgeschnittenen Triebe werden im Weingarten gelassen,
kurz gehäckselt, und wieder als Dünger verwendet. |
Im
Mai beginnt der Austrieb. Um diese Zeit werden eventuell
neue Weinstöcke
gepflanzt. Ein Weinstock hat eine durchschnittliche Lebensdauer
von mehreren
Jahrzehnten.(Österreichs ältester Weinstock ist über
200 Jahre alt).
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Alle unsere
Weingärten sind begrünt, das heißt, dass
zwischen den Zeilen
praktisch eine Wiese vorhanden ist. Das bringt für den
Boden sehr große Vorteile:
Humus wird aufgebaut, Gewitterregen können die wertvolle
Erde nicht
wegschwemmen. Seit 20 Jahren wird dieser Weg, der für die
Bodengesundheit
sehr wichtig ist, bei uns gegangen.
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Wir verwenden
ausschließlich organischen
Dünger, es
gibt keine mineralischen (chemische) Düngungsmittel mehr.
Gemulcht wird ca. 5 mal im Jahr. Bei trockenem
Wetter
wird die Mulchdecke sehr kurz geschnitten, damit andere
Pflanzen nicht dem Rebstock das Wasser entziehen können.
Der richtige Wasserhaushalt ist sehr wichtig für die
Rebe.
Nach der Blüte erfolgt eine Korrektur
der Traubenansätze.
Hängen zu viele Trauben am Stock werden sie entfernt.
Die Wipfel werden gestutzt (der Endtrieb wird gekürzt),
dadurch wird erreicht, dass der Rebstock neue Triebe
entwickelt. |
Diese Triebe wachsen der Sonne zu
und Ende August gibt es wieder viele
zusätzliche Blätter, die den natürlichen Zuckergehalt
der Trauben erhöhen.
Durch dieses rechtzeitige Wipfeln kann eine zusätzliche
Zuckerausbeute von
1 - 3 Grad Klosterneuburger Mostwaage erreicht werden.
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Das Einkürzen der Triebe erfolgt
zwei bis dreimal im Laufe eines Jahres. Vor
dem Weichwerden der Trauben werden
Blätter entfernt, damit alle Trauben
von der Sonneneinstrahlung profitieren können.
Die Lese erfolgt möglichst spät
(Vollreife der Trauben). Eiswein wird bei uns oft
erst im Dezember oder Jänner gelesen, bei mindestens
-7 °C. Das ist mit einem
großen Risiko verbunden, da auch Vögel und Rehe
Gefallen an den süßen Trauben finden. |
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Sowohl rote als
auch weiße Trauben werden sofort
nach der Lese gerebelt, das heißt, die Beeren werden
von Stielen und Kämmen getrennt. Damit wird erreicht,
dass der fertige Wein wenig Gerbstoffe enthält. Der
Wein wirkt am Gaumen angenehmer.
Die gerebelten Beeren bleiben 3 - 6 Stunden
stehen
(Bukett und Aromastoffe werden ausgelaugt).
Anschließend werden sie gepresst. Der gepresste
Most bleibt ca. 10 Stunden stehen. Trubstoffe setzen
sich ab. Der klare Saft wird ins Fass gepumpt und mit
Gärhefe versetzt.
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Nach 1-2 Tagen beginnt der Gärprozess.
Dabei wird von der Hefe Traubenzucker
in Alkohol umgewandelt; CO2 wird in großen Mengen freigesetzt.
Der halbvergorene
Saft wird in Österreich als Sturm bezeichnet, in Deutschland
nennt man ihn
Federweißer. Wird der Gärprozess unterbrochen,
zum Beispiel durch Kühlung
(+2°C) oder unter Druck (8 bar), hat der fertige Wein
einen Zuckerrest.
Bei Spätlese oder Auslese (halbtrockene
und süße Weine) ist das erwünscht.
Wird die Gärung nicht unterbrochen wird der Traubenzucker
fast vollständig in
Alkohol umgewandelt. Der fertige Wein wird als trocken bezeichnet. |
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Rotweingärung:
Bei der Rotweinbereitung erfolgt die klassische
Maischevergärung. Der rote Farbstoff, welcher
hauptsächlich in der Beerenhaut enthalten ist,
wird durch die Maischegärung aufgeschlossen.
Erst nach drei bis sechs Tagen Gärung wird gepresst.
Nach ca. 2-3 Wochen ist die Gärung abgeschlossen.
Die Hefe setzt sich ab, der Wein klärt sich und wird
in
Folge abgezogen. Das Geläger (abgestorbene
Hefe)
wird entfernt und der klare Wein kommt zurück ins Fass.
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| Zu Martini (11. November)
sollten die ersten Heurigen - Weine kostbereit sein.
Zu Weihnachten können die ersten heurigen
Weine in Flaschen gefüllt werden.
Beste Qualitäten werden jedoch erst ab Mai nächsten
Jahres zum Verkauf angeboten.
Es werden drei Qualitätsstufen unterschieden:
Landwein ( min.
14° KMW)
Qualitätswein (min.
15° KMW, Kabinett min. 17° KMW)
Prädikatswein (Spätlese
min. 19° KMW, Auslese 21° KMW, Eiswein 25° KMW) |